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Einen Samstag lang

stand der missio-Truck am 5. Dezember des letzten Jahres vor dem Fleiner Rathaus. Zu kurz, um sich intensiver über die „Seltenen Erden“ zu informieren. Jetzt veröffentlicht missio ein Interview mit Dr. Veit Etzold, der ein Buch (genauer gesagt einen Thriller) zum Thema geschrieben hat. Das Buch heißt „Todesdeal“ und beschreibt den schmutzigen Krieg um seltene Rohstoffe (hier im Kongo). Seine Kenntnisse über das, was schon allgemein bekannt ist (im Truck erfuhr man schon einiges) erhielt der Autor von Militärs, Elitetruppen und Kommandospezialkräften, die Krisensituationen im Ausland managen.

Leseprobe: „Robert Otega wischte das blutige Jagdmesser an der Hose der Leichen ab. Joseph, einer seiner engsten Vertrauten, durchwühlte die Taschen der Toten. Schließlich hielt er ein kleines Säckchen in die Höhe. „Coltan?“. Otega fixierte die Beute von Josef. Der nickte. Vielleicht fünfhundert Dollar“. Er zuckte die Schultern. „Wenn du es direkt da verkaufen würdest, wo sie es brauchen, würdest du fünftausend bekommen oder mehr.“

Etzold auf die Frage „Wieso interessiert Verbraucher so wenig, woher Rohstoffe für ihre Smartphones kommen?“

„Ich glaube, anders als bei Tiertransporten oder Kaffee ist das noch nicht im Bewusstsein. Smartphones gibt es halt noch nicht so lange. Außerdem lässt die Ästhetik der Geräte erstmal nichts Schmutziges vermuten. Bei Tiertransporten kann man sich das eher vorstellen. Das aber ein Smartphone eine Verbindung zu einer blutigen Mine im Kongo hat, kommt bei den Leuten nicht an. Alles, was mit Internet und mobiler E-Welt zu tun hat, gilt als gut. Die Deutschen wollen einfach nicht, dass ihre schöne Smartphone-Welt kaputtgemacht wird“.

H.E..