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Von den Jeans

weiß man ja, dass sie eine halbe Weltreise hinter sich haben, bevor sie für X,99 EUR schlapp im deutschen Laden hängen.

Realität oder Spott, was nur hinter vorgehaltener Hand erzählt wird, dass nämlich der letzte Knopf am Hemd oder das Etikett in der Jacke hierzulande an- oder eingenäht wird, um mit „Made in Germany“ werben zu können?

Cashew-Nüsse (botanisch korrekt: -kerne) stehen den Klamotten im Reisen nicht nach: Wie der Schweizer Früchte-Fair-Importeur „gebana“ ausgerechnet hat, legen die beliebten Knabbereien –gewachsen in Benin/Westafrika – quasi 108.000 Kilometer zurück, bevor sie in Mitteleuropa im Regal stehen. 100.000 Kilometer zuviel, denn per Frachtschiff (und ein kleines Stück auf dem Landweg) sind es von Benin in die Schweiz nur 8.000 km. Gebana nennt dies den „Irrsinn des globalen Cashew-Handels“. Wie kommt dieser Irrsinn zustande? Es geht wieder mal ums Geld! Gebana wörtlich: Die Nüsse werden zum preisgünstigeren Schälen nach Asien transportiert – mit dem fünffachen Gewicht des essfertigen Kerns – ehe sie zu den Kunden nach Europa oder in die USA geliefert werden.

Selbstverständlich macht gebana diesen Irrsinn nicht mit, sondern importiert zusammen mit Coop direkt (www.gebana.de).

Eine echte Erfolgsgeschichte seit Jahrzehnten, vor allem für Frauen. Gute Preise für die Bauern, Sozial- und Bildungsfonds für Mitglieder der Cooperative, Kleinkredite, Übernahme medizinischer Kosten, faire Entlohnung der Arbeitnehmer/innen sowie Entwicklungs- und Infrastrukturprojekte wie Elektrifizierung der Dörfer Sanierung der Schulen und Gesundheitszentren, Einrichtung von kommunalen Läden, Alphabetisierungskurse usw. sind beindruckende Beweise für die Effizienz des Fairen Handels.

Aber auch die Kundinnen und Kunden hierzulande kommen nicht zu kurz: (pro 100 g) 17,5 g Eiweiß, 42,2 g Fett, 30,5 g verwertbare Kohlehydrate, 2,4 g Ballaststoffe, 4,0 g Wasser und ein feiner Geschmack mit Biss sind auch nicht zu verachten.

Allerdings: Getrocknete Apfelschnitze haben weniger Kalorien . . .

H. E.